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Microkinesitherapie – Heilung „unsichtbarer Narben: Sanfte Stärkung der Selbstheilungskräfte unseres



Wir kennen das von traumatischen Erfahrungen, die uns mitunter ein Leben lang begleiten: Auch unser Körper „speichert“ psychische oder physische Traumata und reagiert etwa mit Schmerzen, Erschöpfung und Konzentrationsschwäche. Ziel der Microkinesitherapie ist es, solche „Narben der Vergangenheit“ und Störfelder zu finden, deren Ausheilung durch taktile Microbewegungen anzuregen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Der Heilungsprozess selbst wirkt schmerzlindernd und begleitet Patienten auf Ihrem Weg zu einem wiedererlangten inneren Gleichgewicht und Vitalität.


Die Microkinesitherapie ist eine extrem sanfte, manuelle Therapie, die auch als „Homöopathie mit Händen“ bezeichnet wird. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass viele Beschwerden durch zum Teil lange zurückliegende Verletzungen verursacht werden. Der Physiotherapeut nutzt behutsame Berührungen, die den Organismus zunächst daran erinnern, welche nicht ausgeheilte Verletzung vorliegt. Anschließend werden durch gezielte Berührungen die Selbstheilungskräfte angeregt, sodass teilweise jahrelang zurückliegende Verletzungen endlich vollständig ausheilen. Mit Hilfe der Microkinesitherapie gelingt es uns, Traumata und Irritationen zu erreichen, deren Sie sich gar nicht mehr bewusst sind. Die Therapie wurde zu Beginn der 1980er Jahre von den französischen Osteopathen und Physiotherapeuten Patrice Benini und Daniel Grosjean entwickelt. In Zusammenarbeit mit Embryologen, Biologen und Physikern wird die Behandlungsmethode seitdem perfektioniert und überprüft.


Diese physiotherapeutische Behandlung stellt nicht die Linderung von Symptomen in den Mittelpunkt, sondern verfolgt das Ziel, belastende Informationen zu löschen. In den meisten Fällen sind zwei bis vier Sitzungen erforderlich, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Der Heilungserfolg ist dauerhaft und aufgrund der sanften Behandlung sind weder Nebenwirkungen noch Kontraindikationen vorhanden.

Die Bandbreite an Beschwerden, die mit der Microkinesitherapie behandelt werden können, ist groß. Sie eignet sich zur Behandlung von Schmerzen, Erschöpfungszuständen, akuten Verletzungen und Störungen des Bewegungsapparats. Aber auch Konzentrations- und Lernstörungen, psychosomatische und vegetative Beschwerden können auf diese Weise erfolgreich therapiert werden. In den meisten Fällen wird die Microkinesitherapie ergänzend zu einer psychotherapeutischen und/oder medizinischen Behandlung genutzt.


Die Microkinesitherapie geht von der Prämisse aus, dass unser Körper über Regulationsmechanismen verfügt, mit denen Verletzungen und Traumata geheilt werden. Manchmal gelingt es jedoch nicht, ohne externe Hilfe die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Insbesondere seelische und emotionale Stresszustände führen eher zu einer Verdrängung. Aber auch physische Verletzungen und Umweltfaktoren können den natürlichen Regulationsmechanismus erheblich stören oder sogar gänzlich außer Kraft setzen. Die Microkinesitherapie ermöglicht eine Aktivierung, sodass der Körper eigene Potenziale zur Lösung der Probleme und damit zur Heilung der Beschwerden nutzt. Ziel ist es also, durch sanfte Berührungen, den Körper daran zu „erinnern“, dass er über diese Selbstheilungskräfte verfügt.

Ausgangspunkt der Therapie ist die Annahme, dass Stress, physische Einwirkungen oder Umweltbelastungen das Körpergewebe stellenweise überlasten. Meist erholen wir uns danach, ohne von der Heilung Notiz zu nehmen. Dauern die Belastungen allerdings an oder wiederholen sie sich ständig, ist der Körper überfordert und startet ein Schonprogramm. Er reduziert die Aktivität von Nerven, Muskeln und Gewebe – Dieses wird als „Micronesi Erstarrung“ bezeichnet. Der erfahrene Physiotherapeut erkennt das Fehlen der Microbewegungen in den eingeschränkten Körperregionen, die ein körperliches Ungleichgewicht signalisieren. Durch eine manuelle Untersuchung spürt der Therapeut diese Bereiche systematisch auf und aktiviert sanft die Selbstheilungskräfte durch spezielle Stimuli.


Die Microkinesitherapie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, die nicht nur die einzelnen Symptome im Blick hat. Neben den körperlichen werden seelische Aspekte berücksichtigt. Ziel ist die Wiederherstellung der Regulationsmechanismen. Die Behandlung ist für Patienten aller Altersklassen geeignet und sogar bei Säuglingen anwendbar. Durch die erzielte Tiefenentspannung kann die Microkinesitherapie sogar prophylaktisch eingesetzt werden. In besonders stressigen, belasteten Lebensphasen wird damit vermieden, dass der Körper auf eine ungesunde Regulation zurückgreift. Der menschliche Körper ist ein fein justiertes selbstregulierendes System, das ab und zu ein wenig Unterstützung braucht. Mit der Microkinesitherapie steht eine Behandlung zur Verfügung, die ohne Schmerzmittel oder Injektionen heilt.

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